8. Herbstdemonstration in Berlin vom 17.09.2011

Bei schönem Wetter begann am Samstag um 11:00 Uhr, eine lebendige und kämpferische 8. Herbstdemonstration gegen die Regierung in Berlin.

Aus ganz Deutschland kamen Montagsdemonstranten, so auch vom Bündnis Soziale Bewegung Land Brandenburg (SBB). Werner und Christine aus Eisenhüttenstadt sangen zur Auftaktveranstaltung das Lied “Nur wer sich traut, erfährt was er kann”. Als ein Vertreter des SBB konnte Horst aus Potsdam während des Demonstrationszuges am offenen Mikrofon einige Standpunkte von uns darlegen. Leider lag die Gesamtteilnehmerzahl etwas niedriger als im Vorjahr, doch waren insgesamt mehr Initiativen und Montagsdemonstrationen dabei.

Das große Spektrum der Bewegung kam auch dadurch zum Ausdruck, dass viele Aktivisten der Anti-AKW-Bewegung mit auf der Straße waren, sowie einzelne Vertreter der Linkspartei und der Piratenpartei. Wie immer mit dabei waren auch einige Migrantenorganisationen wie die ATIK ( Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Europa ). Die Solidarität mit den kämpfenden Völkern in Griechenland und im Mittelmeerraum wurde u.a. mit Transparenten zum Ausdruck gebracht. Man merkte den Teilnehmern an, dass sie mit gutem Recht stolz sind auf ihr Durchhaltevermögen.

An vielen Stellen des Demonstrationszuges gab es interessante Diskussionen über die offenen Mikrofone, Kulturgruppen und Lieder prägten das Bild. Unter anderem kamen die Rufparolen die Sabine, eine aktive Montagsdemonstrantin in Brandenburg mitgebracht hat, in unserem Demoblock sehr gut an.

Johannes Rupprecht aus Nürnberg berichtete über Angriffe des Staatsapparats gegen die dortigen Montagsdemonstranten. Sie haben sich jedoch nicht das Spendensammeln und das Megaphon verbieten lassen, und es abgelehnten, sich von der Straße auf den Gehweg abdrängen zu lassen, auch sollten seine Finger- und Handabdrücke zur “vorbeugenden Strafbekämpfung” aufgenommen werden. Dies wurde durch eine offensive Öffentlichkeitsarbeit der Montagsdemonstranten verhindert. Auch auf dieser Demonstration wollte die Polizei schon mal im voraus von allen Demonstranten die eine Lautsprecheranlage hatten, die Personalien aufnehmen. Grund, die Polizei wollte schon im voraus wissen, wenn sie belangen kann, wenn es Aussagen oder Berichte gibt, die Ihnen nicht gefallen.

“Wir müssen künftig erreichen, dass die Gewerkschaften offiziell zu der Herbstdemo gegen die Regierung aufrufen”, sagte der Gewerkschaftler und Montagsdemonstrant Gerd Pfisterer aus Dortmund. Er berichtete auch über den erfolgreichen Widerstand der Dortmunder gegen einen Rechtsextremen Aufmarsch.

So gegen 14:30 Uhr kam der Demonstrationszug wieder auf dem Alex an, wo die Abschlusskundgebung statt fand. Dort sprachen elf Redner, darunter Aktivisten aus der Umweltbewegung, von der Sozialen Bewegung Land Brandenburg, ein Personalrat von der Berliner Charité, ein Vertreter der Rebellion der spanischen Jugendbewegung, ein Mitglied des Vorstandes der MLPD, Frauen vom Frauenverband Courage, vom Jugendverband Rebell, ein Widerstandskämpfer aus dem Iran und Aktivist der ersten Stunde von der Montagsdemo Hamburg und ein Vertreter der Linkspartei und ein Vertreter der Piratenpartei.

Jede Bundes- und Landesregierung wird in Zukunft weiter mit der Montagsdemobewegung rechnen müssen.

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