Neujahrsgrüße der Montagsaktivisten aus Eisenhüttenstadt für 2014!

Für das nächste Jahr sieht die Große Koalition aus CDU und SPD, auch genannt “GroKo” einige Veränderungen vor.

Für die “kleinen Leute” und die Harz IV Empfänger wird sich dabei nichts zum positiven ändern. So trägt der Koalitionsvertrag von A bis Z die Handschrift der Interessen der internationalen Übermonopole. Wie selten zuvor haben sie sich vor dem Hintergrund der anhaltenden Weltwirtschafts- und Finanzkrise offen in die Regierungsbildung eingemischt.

Sei es bei der Mütterrente, wo gerade einmal 24 (Ost) bis 28 Euro (West) herum kommen. Und das nur für Frauen, die vor 1992 Kinder geboren haben. Das ist nicht einmal ein “Tropfen auf den heißen Stein” angesichts der wachsenden Altersarmut.

Sei es bei der „Energiewende“, wo die großen Konzerne weiter entlastet werden und die Kleinverbraucher die Zeche erneut zahlen.

Sei es beim Mindestlohn, wo die Einführung auf 2017 verschoben ist. Was im Jahre 2017 die 8,50 Euro bei den kommenden Preis- und Abgabesteigerungen noch wert sind, kann sich jeder jetzt schon ausmalen.

Wirksame Sofortmaßnahmen gegen die drohende Klimakatastrophe, findet man in diesem Koalitionspapier auch vergeblich. So dass wir in der Frage, Rettung der Umwelt vor dieser Profitwirtschaft, meilenweit entfernt sind. Wir rasen quasi mit 100 Sachen im Auto unangeschnallt gegen die Mauer, wenn wir nicht aktiv werden.

All die kommenden Versprechungen im Koalitionspapier stehen sowieso unter einem Finanzierungsvorbehalt und sind damit Abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung. Was nach 2017 passiert wird diese Herren und Damen dann sowieso nicht mehr interessieren.

Wir, die Montagsdemonstranten aus Eisenhüttenstadt, werden uns auch im nächsten Jahr nicht von Forderungen wie10 € Mindestlohn, 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich, 500 € Regelecksatz und den Renteneintritt mit 60 Jahren abbringen lassen.

Wir werden weiterhin jeden Montag auf der Straße stehen und gegen die Abschaffung neuer Repressalien und versteckter Einbußen bei Arbeit, Krankheit und Rente kämpfen.

So standen wir auch, vor dem Jahreswechsel, am Montag dem 30.12.2013 zu unserer 490. Montagsdemo um 17.00 Uhr vor dem Friedrich Wolf Theater.

 

 

 

 

 

Wir laden alle ein, die mit einer Denkweise “Mehr ist nicht drin” nichts mehr am Hut haben wollen.

Mehr war nicht drin – das ist der jämmerliche Tenor angesichts der ganzen Kröten, die die SPD-Basis mit dem Koalitionsvertrag schlucken soll.

Mehr war nicht drin – so tönt es aus Warschau, wenn jetzt sogar die völlig unzureichenden Klimaziele offen aufgekündigt werden.

Mehr war nicht drin – mit diesem bedauernden Schulterzucken sollen die Opelaner in Bochum oder andere Kollegen die Werksschließung und Arbeitsplatzabbau akzeptieren.

Mehr war nicht drin – damit sollen wir uns ständig abfinden.

Mit dieser minimalistischen Denkweise verschreibt man sich – allenfalls noch bedauernd – der Logik der Mächtigen.

Doch! Es ist mehr drin!

Noch nie gab es so viel Reichtum, Wissen, ausgebildete Menschen, soziales Know-how, Kommunikations- und Planungsmöglichkeiten wie in der heutigen Welt.

Diese Hartz IV Gesetzgebung weiterhin abzulehnen bedeutet für uns Montagsaktivisten auch, der selbstzerstörerischen Denkweise “Mehr ist nicht drin” und den ganzen damit verbundenen Ohnmachtsgefühlen eine klare Absage zu erteilen.

Kämpfen – aber mit Freuden“, fordert Kurt Tucholsky und das finden wir eine gute Leitlinie angesichts der zweifellos auf uns zukommenden noch härteren Zeiten.

Wir wünschen allen Montagsdemonstranten und Bürgern die diese unsoziale menschenunwürdige Politik nicht länger ertragen wollen, für das kommende Jahr viel Erfolg!

In diesem Sinne laden wir jetzt schon im August 2014 zu unserem 10 jährigen Bestehen der Montagsdemo Eisenhüttenstadt ein.

Lasst uns also auf die kommenden Ereignisse im Jahr 2014 das Glas erheben!

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